Hilfen zum RosenkranzgebetUnser Leben ist von Wiederholungen geprägt. Diese können zur Monotonie führen, aber auch Vertrautheit mit Personen und Situationen schaffen. Im Glauben ist es ähnlich: Das Rosenkranzgebet zum Beispiel wäre falsch verstanden, wenn man es als mechanisches Rezitieren sehen würde. Das Wiederholen von Gebeten hat vielmehr seine innere Struktur und will Vertrauen wecken: Nämlich Vertrauen auf Gott, der sich uns in Jesus erschlossen hat. Deshalb bringt uns das Rosenkranzgebet in enge Verbindung mit dem Leben, dem Leiden und der ewigen Liebe Jesu. Gleichzeitig macht es an Maria exemplarisch deutlich, was Gott mit uns Menschen vorhat. Als betrachtendes Gebet deutet der Rosenkranz unser Leben im Licht des Glaubens. Die drei „klassischen“ Formen (freudenreicher, schmerzhafter und glorreicher Rosenkranz) sind von Papst Johannes Paul II. durch die so genannten „lichtreichen Geheimnisse“ ergänzt worden. In der deutschsprachigen Tradition hat sich schon vorher der so bezeichnete „trostreiche Rosenkranz“ herausgebildet (vgl. „Gotteslob“ Nr. 33, 6). Die nachfolgenden Einführungen zu den einzelnen Gesätzen sind als Anregung für das persönliche Betrachten, wie auch als hinführende Besinnung zum gemeinsamen Rosenkranzgebet z. B. bei Wallfahrten gedacht; von daher erklärt sich die knappe und konzentrierte Textfassung. Ich verbinde mit der Publikation im Internet die Hoffnung, dass meine Gedanken dabei helfen können, diese Gebetsform zu bewahren und mit neuen Impulsen zu beleben. Dr. Karl Hillenbrand, Generalvikar
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