Hinweis

Ihre Browserversion wird leider nicht mehr unterstüzt. Dies kann dazu führen, dass Webseiten nicht mehr fehlerfrei dargestellt werden und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren oder einen der folgenden Browser zu verwenden:

Pilgern durch die Coronakrise - 3. April 2021

Liebe Pilgernden zwischen Karfreitag und Ostern, weder in Deutschland noch in Österreich entspannt sich die Infektionslage. Zwar ist nach einem wochenlangen stetigen Anstieg in den letzten Tagen in beiden Ländern ein leichter Rückgang zu erkennen. Doch ich habe große Sorge, dass schon die Feiertage wieder zu einem sprunghaften Anstieg führen werden.

Zu viele Menschen werden, so zeichnet es sich ab, größere Feiern abhalten. Die Anzeichen verdichten sich also, dass wir bald wieder einen kompletten Lockdown bekommen, wie er im Osten Österreichs seit Gründonnerstag schon gilt. Wie es der Virologe Christian Drosten sagt: Ein anderes scharfes Schwert gegen das Virus haben wir nicht zur Verfügung, solange der Impfstoff knapp ist. Es werden also noch ein paar harte und beschwerliche Wochen auf uns zukommen.

In den vergangenen Wochen ist das Vertrauen in die Politik stark gesunken – unter anderem, weil viele den dringend nötigen, aber immer wieder verschobenen Lockdown befürworten, nämlich fast zwei Drittel der Bevölkerung! Die PolitikerInnen schätzen die Stimmung ganz offensichtlich falsch ein, und der Hickhack zwischen Bund und Ländern ist für die Bevölkerung schlicht nur zermürbend. – In Österreich kommt noch das Debakel des Bundeskanzlers hinzu, der erst massiven Druck für eine gerechtere Verteilung der Impfstoffe in der Europäischen Union aufbaute, diese dann aber nicht akzeptieren wollte, weil herauskam, dass Österreich bisher eher zu den bevorzugten Ländern gehörte. Das hat das Image Österreichs in Europa schwer beschädigt. Und wofür, fragt man sich. Wir wissen, dass wir bis Juli genügend Impfstoff für alle in Europa haben werden. Aber solange müssen wir eben so gut es geht durchhalten.

Eine gute Nachricht gibt es auch – und man kann sie gar nicht genug betonen: Das „neue“ Werk von BionTech in Marburg hat am 31.3.21 seine Impfstoffproduktion aufgenommen. „Neu“ heißt: BionTech hat das Werk samt gut ausgebildetem Personal von insgesamt 400 MitarbeiterInnen im vergangenen Herbst von Novartis aufkaufen und anschließend auf die Covid-Impfstoff-Produktion umstellen können. Ein Glücksfall! Denn hätte man ein Werk neu bauen und Personal anwerben und ausbilden müssen, wären Jahre vergangen. So jedoch liegt die Kapazität von Anfang an bei einer Milliarde Impfdosen pro Jahr. Das ist eine unvorstellbar große Menge. Mitte April gelangen (nach Abfüllung im belgischen Pfizer-Werk Puurs) die ersten Lieferungen an die europäischen Impfzentren, und dann wird sich das tägliche Impfpotenzial vervielfachen. Bisher litt Europa unter mangelnden Produktionsstandorten – der Großteil der BionTech-Impfdosen wurde in den USA abgefüllt und davon wiederum ein Großteil in den USA behalten. Jetzt wird Europa endlich ein bisschen weniger abhängig vom Weltmarkt und seinen undurchsichtigen Verflechtungen.

Es passt zwar höchstens mittelbar zu Ostern, aber im ORF wurde am Mittwoch dieser Woche ein 6-minütiges Interview mit mir zu Fragen der Tierethik gesendet. Wer es sich anhören möchte, kann dies bis zum 8.4.21 tun unter: https://oe1.orf.at/programm/20210401/632022/Menschen-und-Tiere. Und wer nicht die ganze 34-minütige Sendung hören möchte, geht gleich zur Minute 21. Dort beginnt das Interview mit mir.

Zum Schluss freut es mich, einen ganz besonderen musikalischen Gruß aus meiner Heimatpfarrei St. Johannes Kitzingen übermitteln zu dürfen. Ich hoffe, er wird allen eine ordentliche Portion Osterfreude vermitteln: https://youtu.be/6wy8tbm7tTE Zugleich ist das Video für mich ein eindrucksvoller Beweis, wie kreativ man mit den Beschränkungen dieser Zeit umgehen kann. Ich danke dem musikalischen Leiter Christian Stegmann und allen MusikerInnen für die wundervolle Corona-Einspielung von Händels Halleluja!

Ich selber werde nach Ostern einen Gang zurückschalten. Bisher kamen meine Rundbriefe zweimal wöchentlich, am Mittwoch und am Samstag. Ab der kommenden Woche gehe ich auf eine einmal wöchentliche Aussendung zurück, die dann gleichsam als „Wort zum Sonntag“ an den Samstagnachmittagen kommt und nacheinander die Osterevangelien betrachtet. So können die Rundbriefe die Zuversicht auf eine nahende Entspannung stärken, auch wenn wie gesagt noch einige schwere Wochen durchzustehen sind.

So wünsche ich mit meiner Osterpredigt im Anhang allen ein gesegnetes Osterfest und frohe, Mut machende Gottesdienste, ob nun die reale Teilnahme daran möglich ist oder nur die virtuelle über Fernsehen oder Internet! ER lebt und ist geheimnisvoll unter uns! Halleluja!

Michael Rosenberger

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung